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Pfeiffer Vacuum "buy"


07.11.2002
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Die Analysten vom Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt stufen die Aktie von Pfeiffer Vacuum (WKN 691660) unverändert mit "buy" ein, senken aber das Kursziel auf 26 Euro.

Umsätze und Gewinn hätten im dritten Quartal am unteren Ende der Konsensprognosen gelegen. In den USA sei der Umsatz a stärksten zurückgegangen, wofür insbesondere die schwache Nachfrage der Halbleiterindustrie verantwortlich gewesen sei. Im Gegensatz zum Rückgang von 24 Prozent habe das Umsatzminus in Europa 16 Prozent betragen. Deutschland hätte sich mit einem Rückgang von sieben Prozent beinahe der insgesamt schwachen Nachfrage entziehen können. Positiv bemerkbar gemacht hätte sich die optische Glasbeschichtungsindustrie.


Die Bruttomarge sei sequenziell von 44,8 auf 45,2 Prozent gestiegen, was zeige, dass sich Pfeiffer Vacuum keinem Preisdruck gegenüber sehe. Auch habe das Unternehmen von verbesserten Produktionsprozessen profitiert. Die EBIT-Marge sei infolge der Entwicklungskosten für das neue Geschäftsfeld von 18,6 Prozent im vergangenen Jahr auf nun 11,6 Prozent deutlich gefallen. Die Effekte herausgerechnet käme man auf eine Marge von 14,4 Prozent. Im DVD-Segment hätte das Unternehmen in 2002 10 Mio. Euro Umsatz generieren wollen. Da erst eine DVD-Linie im dritten Quartal verkauft worden sei und nicht mehr mit einem weiteren Verkauf in diesem Jahr gerechnet werde, würde das Ziel verfehlt.

Insgesamt seien bislang Umsatzziele von 160 bis 180 Mio. Euro angepeilt worden. Nach Angaben des Unternehmens müssten diese nun reduziert werden, da sich die optische Speichermedienindustrie schwächer entwickele und zudem die gesamte ökonomische Entwicklung schwierig sei. Pfeiffer dürfte einen langsamen Start in 2003 haben. Da sich das Unternehmen aber am Anfang der Versorgungskette befinde, sollten die ersten Zeichen einer Erholung im zweiten Halbjahr zu sehen sein. Mit erwarteten fünf Mio. Euro Umsatz in der DVD-Sparte bleibe man für diesen Geschäftszweig sehr vorsichtig.

Trotz der zurückgenommenen Gewinnerwartungen scheinen die Bewertungsparameter nicht zu anspruchsvoll. Mit einer gesunden Bilanzstruktur und stabilen Cash Flows habe das Management Kostenkontrolle bewiesen. Man glaube, dass die schlechten Nachrichten nun vorbei sein sollten, da die angepeilten 150 Mio. Euro Umsatz nicht außer Reichweite seien.

Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt bei ihrer Empfehlung die Aktie von Pfeiffer Vacuum zu kaufen.




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